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PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 21.12.2020

„Sinnvoll und wirksam, aber noch Luft nach oben!“

Bundesverband der Rentenberater begrüßt die Verlängerung der höheren Hinzuverdienstgrenzen für Rentner bis 31.12.2021.

Wer eine vorgezogene Altersrente bezieht und weiterarbeitet, kann im Kalenderjahr 2021 bis zu 46.060 Euro dazu verdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Der entsprechenden Änderung im Sozialgesetzbuch VI hat der Bundesrat am Freitag zugestimmt.

„Wir hatten im Vorfeld gefordert, diese Regelung auf das Jahr 2021 auszuweiten und freuen uns, dass diese Entscheidung nun so gekommen ist.“, sagt Anke Voss, Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V.

Die Regelung war geschaffen worden, um dort Anreize zu setzen, wo dringend Arbeitskräfte gebraucht werden. Vor allem natürlich in der Pflege und in der Bildung, aber auch andere Wirtschaftszweige sollten davon profitieren, dass Fachkräfte länger arbeiten.

„Nach unserer Einschätzung ist genau dieser Effekt auch eingetreten.“, erklärt Voss. „Das betrifft Menschen, die schon einen Anspruch auf die sogenannte Flexi-Rente haben und sich nun entscheiden, neben der Rente weiter zu arbeiten. Einfach weil sie sehen, dass sie gebraucht werden.“

Und das nützt dann beiden Seiten. Nachgefragt wird das Modell auch von Menschen, die eigentlich schon in Rente gehen wollten, diesen Schritt aber noch aufgeschoben haben, weil die Rente allein nicht reicht. Mit den verbesserten Einkommensmöglichkeiten, Rente plus (volles) Gehalt, können sie diesen Schritt nun schon früher machen.

Damit noch mehr ältere Arbeitnehmer in systemrelevanten Berufen davon Gebrauch machen, müssten nach Auffassung der Rentenexperten die attraktiven Hinzuverdienstmöglichkeiten aber noch stärker beworben werden.

„Da ist sicher noch Luft nach oben, denn viele Versicherte erfahren erst von uns davon.“, meint Voss.

Arbeiten neben der vorgezogenen Rente war bisher für Viele nicht attraktiv, weil das erzielte Einkommen über 6.300,- Euro die Rente anteilig reduziert hat. Durch die Regelungen des Sozialschutzpakets bleibt die Rente bis zur Hinzuverdienstgrenze von 46.060 Euro unberührt.

Positiver Nebeneffekt: Dadurch, dass nun auch weiter Beiträge abgeführt werden, erhöht sich später die Altersrente.

„Vielleicht ist das der Anfang einer Entwicklung, die insgesamt zu flexibleren Hinzuverdienstmöglichkeiten führt. Weil es eben nicht nur der Wirtschaft nützt, sondern weil es für viele Betroffene mehr persönliche Freiheit bedeutet.“, betont Voss.

Wichtig: Den Vorgang unbedingt von einem Rentenberater prüfen lassen!

Die Kombination Rente plus Einkommen kann sich im Einzelfall aber auch negativ auswirken, z.B. bei Krankengeld- oder Kurzarbeitergeldbezug oder im Einzelfall auch bei Anspruch auf Betriebsrente.

Ob sich die Neuregelung also im Einzelfall tatsächlich positiv auswirkt, sollten Versicherte unbedingt von registrierten Rentenberatern prüfen lassen.

Persönliche Beratungstermine sind bei mir in fast allen Kanzleien mit den gebotenen Sicherheitsregeln im Rahmen der Corona-Pandemie möglich. Über die Homepage http://www.rentenberater.de finden Ratsuchende die Telefonnummern und Mailadressen der unabhängigen Rentenexperten in ihrer Nähe.

PRESSEMITTEILUNG des Bundesverband der Rentenberater e.V. | Potsdamer Str. 86 | 10785 Berlin
Berlin, 04.11.2018
Pflegende Rentner – Helden des Alltags?
Wer als Regelaltersrentner Angehörige pflegt, bekommt eine Rentenerhöhung nur bei gleichzeitigem Rentenverzicht. Rentenberater decken peinlichen Konzeptionsfehler in der Rentenreform auf.
Für Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben (also 65+) gilt: Sie erhalten für die Pflege von Angehörigen nur dann eine Rentenerhöhung, wenn sie gleichzeitig auf 1% ihrer Rente verzichten.

Was völlig absurd klingt, ist wegen eines konzeptionellen Fehlers Realität für alle pflegenden Rentner, sobald sie das Regelalter erreicht haben.

Die entsprechende gesetzliche Regelung kritisiert Markus Vogts, Mitglied im Bundesverband der Rentenberater e.V. in einer Online-Pressemitteilung als „kompliziert, wirtschaftlich fragwürdig und zugleich unzumutbar“.

„Völlig zu Recht.“, bekräftigt Anke Voss, die Präsidentin des Bundesverbandes. „Rentner, die neben ihrer Regelaltersrente arbeiten, können mit einer einfachen Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber anzeigen, dass sie weiter Rentenbeiträge bezahlen wollen.“ Die so erworbenen Rentenpunkte erhöhen dann einmal im Jahr die Rente.

Warum das ausgerechnet für die schwere Pflegearbeit im privaten Umfeld nicht möglich sein soll, ist nach Ansicht des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. völlig unverständlich.

„Das ist schlicht eine Regelungslücke, die der Gesetzgeber wohl übersehen hat.“, sagt Anke Voss. „Dieser Fehler diskriminiert pflegende Rentner, die der Bundesgesundheitsminister gerade noch als ‚Helden des Alltags‘ bezeichnet hat.“, so Voss weiter. „Gerade sie sollen nun durch einen Teil-Verzicht auf ihre Rente die eigene Rentenerhöhung mitfinanzieren. Absurd!“

Die Lösung wäre einfach: Im Gesetz müsste verankert werden, dass pflegende Rentner immer zusätzliche Rentenpunkte erhalten, egal wie alt sie sind.

„Wir sind froh, dass Markus Vogts hier die Initiative ergriffen hat.“, betont die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. „Das zeigt, dass im komplexen Rentenrecht die Expertise von zugelassenen Rentenberatern außerordentlich wichtig ist.“

03.07.18

Witwer und Witwenrenten könnten sich ändern – Freibetrag für das eigene Einkommen steigt an.

Ab 1. Juli 2018 erhöhen sich die Einkommensgrenzen zur Anrechnung auf Witwen- und Witwerrenten.

Bei Bezug einer Witwen- oder Witwerrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird das eigene Einkommen, wenn es einen bestimmten Freibetrag übersteigt, angerechnet. Bei Überschreitung erfolgt je nach Höhe eine teilweise oder volle Anrechnung des Einkommens auf die Rente.

Der Freibetrag steigt ab Juli 2018 von 819 auf 845 Euro in den alten und von 783 auf 810 Euro in den neuen Bundesländern. Für jedes waisenrentenberechtigte Kind des Rentenempfängers erhöht sich der Freibetrag um 179 Euro im Westen und um 171 Euro im Osten.

Fragen hierzu? Ich berate Sie gerne.

12.03.2018

Die Deutsche Rentenversicherung hat kürzlich in einem Newsletter über weitere Veränderungen beim Rentenbescheid informiert.

Der Rentenbescheid soll kürzer und die Anlagen zum Rentenbescheid neu sortiert werden. Bereits die zurückliegenden Änderungen haben dazu geführt, dass viele Rentner den Überblick über den Inhalt des Rentenbescheides gänzlich verloren haben.

Jetzt sollen auch noch die Berechnungsanlagen zum Rentenbescheid entfallen und bestimmte Anlagen dem Rentenbescheid nicht mehr standardmäßig beigefügt werden.

Wer einen vollständigen und damit nachvollziehbaren und ausreichend begründeten Rentenbescheid in seinen Händen halten will, muss sich die entsprechenden Anlagen nachträglich anfordern.

Haben Sie Interesse Ihren Rentenbescheid oder Rentenauskunft überprüfen zu lassen, um möglicherweise eine höhere Rentenzahlung zu erreichen oder feststellen zu lassen, dass ihre Rente richtig berechnet wurde?

Sie dürfen gerne unverbindlich mit der Rentenberatung Dagmar Küpper Kontakt aufnehmen.

20.07.2017
Rente aktuell: Neues Gesetz ermöglicht Rentnern den Ausstieg aus der privaten Krankenversicherung.
 
Der Bundesverband der Rentenberater e.V. informiert:
Privat und freiwillig krankenversicherte Rentner können u.U. ab dem 1. August 2017 in die Pflichtversicherung der Rentner (KVdR) wechseln. Besonders interessant ist diese neue Wechselmöglich-
keit für Privatversicherte. Zugelassene Rentenberater beraten und unterstützen bei der Antragsstellung.

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